Bär + Mineral Animation

Nairs in movimaint — PANCH Residency und kollaborative Performances


Performance mit Leo Bachmann (Tuba)

Bekleidung: Skihose, Bart-Mütze, Handschuhe, Bergschuhe, Schärpe, Skibrille, Plüschbär, meine Hände stecken in seinen Armen, Fell-Amediesli (an gelben Schnüren mitgezogen).

Auf dem Tennisplatz erwarten wir das Publikum, das Milenko hierher führt. Ich schwenke die Panels, Leo's Tuba 'sitzt' im Schnee und leuchtet golden. Als die Leute ankommen, beginne ich mit meinem Subtext:
Bär + Mineral, das findet man nicht überall
Der Bär, er war einmal heimisch hier Nicht nur als Wappentier ….

Informationen zu Bewegungstaten, Bewegungsarten und Bewegungsraten der eingewanderten Bären lese ich von der Panel-Fahne ab:
JJ2 oder Lumpaz kam im Juli 2005 in die Schweiz, über den Ofenpass. Er gilt als verschollen, er wurde vermutlich gewildert.
JJ3 wanderte im Sommer 2007 in die Schweiz ein, überwinterte im Albulatal hatte sich danach zu oft Siedlungen genähert …

Leo erzählt von den Verhaltenshinweisen, falls sie einem Bären begegnen würden, die ihm und den anderen Stipendiaten damals 2009 nahegebracht wurden.
Wir singen das Lied vom Bär ... 

Dorothea gibt Informationen zur ’Biologie’ des Bären:
Der Bär gehört zur Überfamilie der Hundeartigen Ist verwandt mit Robbe, Marder, Wölfen und Stinktier
Er ist ein Einzelgänger Dämmerungs- und nachtaktiv …

Wir machen uns auf die Suche nach dem verschwundenen Tennisplatz, der hier einmal war:
Mit drei Feldern
Zum Kurhaus Tarasp gehörte
Damals phänomenale Zeiten
Mit vielen Matches erlebte …

Den Leuten Löffel geben, mit diesen den Schnee zur Seite schaufeln und Tennisplatzspuren suchen:
Die Bärenjagd damals nicht nur üblich sondern geradezu erwünscht, ja gewollt
Prämien für jeden Abschuss hätt’ der Kanton bezahlt ...

Vom Tennisplatz über die Brücke zum Hotel, die Leute singen und machen mit den Löffeln Geräusche:
Ein Rezept für Bärenfleisch im Kochbuch der «Schweizerköchin» von 1889
gebeizt und zubereitet wie das vom Wildschwein ...

Zum Speisesaal und durch Garten zur Quelle neben dem Haus Nair Zentrum für Gegenwartskunst:
Hier an dieser Stelle gab’s 1989 mal eine Quelle
Jeden Morgen füllten wir die Stipendiatinnen dieses Hauses einen Krug mit Wasser
Direkt vom Hahnen ohne Kelle
Es könnte die Funtana Ursus
Die verschollene gewesen sein …

Text-Skript «Bär + Mineral Animation»

Aktionspanels «Bär + Mineral Animation»